Zucht und Haltung

Kraienköppe sind äußerst robuste, durch ihre knappen Kopfpunkte und straffes Gefieder komplett kälteunempfindliche Hühner, die auch für raue Klimate geeignet sind. Sie besitzen einen aufgeweckten, neugierigen Charakter, gewöhnen sich aber schnell an ihren Futtergeber und werden bei entsprechendem Training auch schnell handzahm. Die Hähne sind trotz Kämpferblut in der Regel friedfertig gegenüber ihrem Pfleger. Zuchtstämme von bis zu 1,5 haben sich bewährt, da in größeren Stämmen oft nur die Lieblingshennen getreten werden. Die Kunstbrut der mindestens 55 Gramm schweren weißen bis cremefarbige Eier ist auf Gurnd der fehlenden Brutlust Grundvoraussetzung für den Einstieg in die Zucht. Die Küken befiedern sich sehr schnell, sodass man, sobald die Brustfedern sichtbar sind, die Geschlechter zweifelsfrei unterscheiden kann. Beringt werden die Jungtiere zwischen der achten und zehnten Lebenswoche. Leider neigen die Küken, bis sie vollständig befiedert sind etwas zum Federpicken. Daher ist die Aufzucht unter Rotlicht und die Haltung auf perforiertem Untergrund ein absolutes No-Go. Zur Beschäftigung sollte ein mehlförmiges Aufzuchtfutter sowie ausreichend Beschäftigungsmaterial (Grassoden, Möhre, Rote Beete, etc.) angeboten werden. Ein großzügiger Auslauf wird von den Tieren im wortwörtlichen Sinne sehr gern beackert. Da die Hauptfarbenschläge sehr gut durchgezüchtet sind, genügt schon eine überschaubare Anzahl an Nachzuchttieren, um erfolgreich an Ausstellungen teilzunehmen.